Ideenzentrale

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Think!

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Ein Großteil des Buches beschäftigt sich mit den verschiedenen Formen von Denkblockaden, die den Lösungssuchenden daran hindert ein Problem korrekt zu erfassen oder dessen Lösung zu erkennen. Die bewusste Identifizierung von Denkblockaden stellt schon einen grossen Schritt in Richtung ihrer Überwindung dar. Hier eine kurze zusammenstellung der Denkblockaden:

A. Wahrnehmungsblockaden
Stereotypisierung stellt sehr häufig Wahrnehmungsblockaden dar. Beispiel: Mann in Stöckelschuhen oder Frau mit angeklebtem Bart bilden automatisch eine vorgefasste Meinung. Unser Gehirn denkt so. Weil nicht alle Wahrnehmungen gespreichert werden können, werden Informationen kategorisiert gespeichert.
Das Problem ist nicht ganz klar. Wenn das Problem nicht klar isoliert wird, fehlt die Wahrnehmung für eine gute Lösung.
Zu enge Eingrenzung des Problems. Es muß viel Freiraum für Ideen zu einem Problem gegeben werden. Beispiel: 9 Punkte sollen mit 4 oder weniger, geraden Linien verbunden werden.
Unfähigkeit, das Problem aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten.
Sättigung von Sinneseindrücken. Daher nehmen wir viele Eindrücke nicht mehr wahr. Details werden nicht gemerkt.
Selektive Verwertung von Sinneseindrücken. Es werden nicht alle Sinneseindrücke (Geschmack, Gehör, Geruch und Tastsinn) verwendet.

B. Emotionale Blockaden
Angst vor Risiken
Keine Lust auf Chaos
Ideen beurteilen statt sie zu erzeugen. Neu geborene Ideen sind zerbrechlich und unvollkommen. Sie brauchen Zeit, um zu reifen und um die nötigen Details zu entwickeln, die ihnen Überzeugungskraft verleihen.
Mangelnde Fähigkeit oder Bereitschaft, Ideen reifen zu lassen.

C. Kulturelle und Umgebungsbedingte Blockaden
So gibt es zum Beispiel in westlichen Ländern wie in Europa folgende kulturelle Blockaden: - Tabus, - Spielen ist nur etwas für Kinder, - Problemlösung ist ein ernstes Geschäft, - Tradition ist besser als Wandel.
Zu diesem Thema gibt es ein interessanten Versuch: In einem holen Rohr mit einem Durchmesser von ca. 1,5 cm und einer Höhe von ca. 50 cm ist ein Tischtennisball. Dieser soll heraus geholt werden. Es sind 6 Personen sowie folgende Dinge in dem Raum: ein Pfeil, eine Glühbirne, 2 Kleiderbügel, 2 Hammer.

D. Intellektuelle und Ausdrucksblockaden
Verwendung einer für die Lösung des Problems ungeeigneten Sprache (verbal, mathematisch, visuell) - wenn Sie beispielsweise versuchen, ein Problem mathematisch zu lösen, obwohl es sich visuell leichter lösen ließe.
Ungeigneter Einsatz intellektueller Problemlösungsstrategien.
Ungenügende sprachliche Fähigkeit, im Ideen auszudrücken und festzuhalten (verbal, musikalisch, visuell ...).

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