Ideenzentrale

Vergleich Ei (Legehennen)

Die Haltungsformen für Legehennen haben sich in Deutschland in den vergangenen Jahren grundlegend gewandelt und insgesamt deutlich verbessert: Einer der Hauptgründe ist, dass seit dem 1. Januar 2012 die Haltung in konventionellen Käfigen europaweit verboten ist. Legehennen werden seitdem nur noch in so genannten ausgestalteten Käfigen, in Boden- und Freilandhaltung sowie in ökologischer Erzeugung gehalten.

Seit dem ist jedes Ei mit einem Code versehen:

Code für das Haltungssystem
• 0 = Ökologische Erzeugung
• 1 = Freilandhaltung
• 2 = Bodenhaltung
• 3 = Käfighaltung

Ländercode (Herkunft)
Zwei Buchstaben für den EU - Mitgliedstaat, in dem das Ei produziert wurde, zum Beispiel:
• AT = Österreich
• BE = Belgien
• DE = Deutschland
• NL = Niederlande

Identifizierung des Betriebs
Jeder Mitgliedstaat hat ein System eingerichtet, mit dem Erzeugerbetrieben eine individuelle Nummer zugewiesen wird. Es können weitere Stellen angefügt werden, um einzelne Bestände/Ställe zu identifizieren.

Beispiel eines deutschen Erzeugercodes: 1-DE-0212341
• 1 = Haltungsform: Freilandhaltung
• DE = Herkunft: Deutschland
• 0212341 = Betriebsnummer, wobei die beiden ersten Stellen das Bundesland, die dritte bis sechste Stelle den Betrieb und die siebte Stelle den jeweiligen Stall identifizieren


Im Vergleich zur Legehennenhaltung ist ein Tierschutz-Labelling für die Schweinehaltung ungleich komplexer. Während in der Hennenhaltung lediglich ein einziges Produkt, nämlich das Ei, gekennzeichnet wird und die Henne außen vor bleibt, liefert das Schwein eine große Zahl an sehr verschiedenen Produkten. Wie könnte eine Kennzeichnung beim Schwein in Anlehnung an die Ei-Kennzeichnung (0 = ökologisch, 1 = Freiland, 2 = Bodenhaltung, 3 = Käfighaltung) aussehen?

Zunächst bietet sich in der Schweinehaltung eine Beschränkung auf den Mastbereich an. Daraus folgt, dass die Haltung der Ferkel bis zur Einstallung in den Maststall mit einem Gewicht von ca. 30kg für die Labeleinstufung unerheblich ist. Da die Anforderungen für die Einstufung 0 (ökologische Schweinehaltung) und 3 (konventionelle Schweinehaltung) vorgegeben sind, bleibt nur die Frage, wie die Stufen 1 und 2 ausgestaltet werden sollen. Nachfolgende Tabelle zeigt, worin sich die verschiedenen Labelstufen unterscheiden könnten.

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Die Herausforderung bei der Weiterentwicklung von Haltungsverfahren besteht darin, mit intelligenten Lösungen, die keinen hohen technischen Aufwand verlangen, gesunde Tiere möglichst kostengünstig zu erzeugen. Dabei wird man feststellen, dass auf manche hochtechnische Errungenschaft verzichtet werden kann. Pigports bieten Schweinen ein Umfeld, das ihren Ansprüchen als auch denen des Tierhalters und den Vorstellungen der Verbraucher entgegenkommt. Sie haben Beschäftigungsmaterial, Bewegungsmöglichkeiten, relativ viel Platz und Kontakt zur Außenwelt mit ihren vielfältigen Klimareizen.